BETREUEN als Beruf

Was versteht IMPROVE unter dem Begriff „BETREUEN“
(Definition, Kompetenzen, Betreuungsfelder)

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„BETREUUNG“ als Definition:

„Betreuen“ heißt: Jemanden an der Hand nehmen, führen und begleiten.

Die betreute Person zu animieren, zu motivieren sowie die kreativen Fähigkeiten zu fördern, damit sich diese der eigenen Wünsche und Ziele bewusst wird. Ihn/sie bei der Erreichung dieser zu unterstützen und gleichzeitig ihn/sie bei den geplanten/gesetzten Handlungen und Aktionen zu beschützen sowie Verantwortung für den betreuten Menschen zu übernehmen.

Betreuen ist nicht Pflegen!
In der Betreuung wird der/die Betreute unterstützt, Fähigkeiten einzusetzen und Funktionen beispielsweise des täglichen Lebens selbst wahrzunehmen. In der Pflege werden solche Funktionen für ihn/sie ausgeführt.

Bei der Betreuungstätigkeit sind die Gewohnheiten, Entwicklungsphasen, Traditionen, sowie die gesellschaftlichen und erziehungsmäßigen Einflüsse zu beachten und in die Umsetzung mit einzubeziehen.

Das Ziel ist ein gemeinsames positives Ergebnis/Erlebnis, dass der/die Betreute mit den Anforderungen des Lebens leichter zurechtkommt.

© Mag. Christine Knotek, Karl H. Schrittwieser, Dr. Peter Vogler

 

„BETREUUNG“ als Beruf:
Als Grundlage dient die Definition „Betreuung“, aufbauend sind fachliche Betreuungskompetenzen maßgeblich, wie:

  • Kenntnis in der Menschlichen Entwicklung
  • Kommunikation
  • Gesundheit
  • Ernährung
  •  Erste Hilfe
  • Organisation und Umsetzung
  • Grundlagen der Animation/ Kreative und musische Techniken
  •  Stress- und Bewegungsmanagement
  • Gruppenarbeit / und –betreuung (Praxisarbeit/Betreuungsmethoden)
  • Teilleistungen und Förderprogramme
  • Personensicherheit
  • Coaching (Grundlagen)
  • Gender
  • Gehirnjogging, Lernmentoring
  • Sozialrechtliche Fragen
  • Interkulturelles Zusammenleben
  • Pädagogik

 

Darüber hinaus können Fachkompetenzen in:

  • Dyskalkulie
  • Legasthenie
  • Logopädie
  • Körper- /Kinderpflege
  • Gesundheitsvorsorge und -förderung
  • Biografiearbeit
  • Validation
  •  etc.

das Einsatzgebiet im Betreuungsberuf erweitern.

Erforderliche Soft Skills (Soziale Kompetenzen) im Betreuungsberuf:

  • Hohe Kommunikationsfähigkeit
  • Kontaktfreude
  • Empathie und Hilfsbereitschaft
  • Teamfähigkeit
  • Arbeit sowohl im strukturierten als auch frei organisierten Umfeld
  • Flexibilität und Spontaneität
  • Fähigkeit Gruppen zu leiten
  • Abgrenzungsfähigkeit
  • Fähigkeit zur Selbstreflexion und Bereitschaft sich zu verändern
  • Respekt für Menschen und Situationen
  • Hohes Verantwortungsgefühl
  • Stabiler Selbstwert
  • Hohe Eigenmotivation
  • Konsequenz

 

Betreuungsfelder:

  • Kinder/Jugendbetreuer/in
  • Kindergruppenbetreuer/in
  • Freizeitbetreuer/in – Kinder, Jugend, Senioren
  • Seniorenbetreuer/in
  • Familienbetreuer/in
  • Familienhelfer/in
  • Generationenbetreuer/in
  • Heimhelfer/in
  • Behindertenbegleiter/in
  • Soziale Begleitung und Betreuung
  • Migrations-/ und Integrationsbetreuer/in
  • Sachwalterschaft
  • Wohn- und Generationencoach
  • u.v.m